„free an activist“ ist eine un­kom­mer­zi­elle Crowd­fun­ding-Platt­form zur fi­nan­zi­el­len Un­ter­stüt­zung von Ak­ti­vist*innen.

Wir versuchen hier, ein paar Fragen zu beantworten. Falls Du weitere hast, schreib uns einfach.

Welche Bezahl-Methoden werden unterstützt?

Gar keine. Du bekommst von uns die Kontodaten der Aktivist*in, die Du unterstützen möchtest und richtest einen Dauerauftrag ein. Das Geld geht dann direkt von Deinem Konto auf das Konto der Aktivist*in.

Was passiert mit dem gespendeten Geld, wenn es noch zu wenig ist, damit die Aktivist*in ihren Job kündigen kann?

Jeder Euro geht direkt an die Aktivist*in. Was sie damit macht, ist ihre Sache. Vielleicht druckt sie Flugblätter oder reduziert ihren Job. Vielleicht macht sie aber auch einfach mal Urlaub oder bezahlt ihren Kindern Klavierunterricht. Wer hier etwas gibt, knüpft an das gegebene Geld keinerlei Erwartungen. Wir wollen keine Arbeitgeber sein: „Ich bezahle jeden Monat x Euro, jetzt erwarte ich, dass Du Dich gefälligst ins Zeug legst, um die Welt zu retten“. Diese Welt zu retten ist und bleibt immer noch unser aller Job, das lässt sich nicht delegieren. Wir geben einfach etwas, weil wir finden, dass irgendjemand, von dem wir annehmen, dass er gute Sachen macht, Unterstützung gebrauchen könnte – für sein Leben.

Das heißt, ich bekomme auch keine Berichte von der Aktivist*in, was sie alles getan hat?

Wenn sie mag, kann sie das natürlich tun. Wir raten ihr allerdings davon ab. Wir möchten nicht, dass seitens der Spender irgendeine Art von Anspruch gegenüber der Aktivist*in entsteht. Das Leben der Aktivist*innen soll sich durch diese Aktion nicht verändern, außer dass das Leben leichter wird, sei es durch mehr Geld oder durch mehr Zeit, weil die Lohnarbeit wegfällt. Wenn jemand sowieso über seine Aktionen bloggt, wird er das vermutlich auch weiterhin tun, wenn jemand lieber auf die Straße geht und Aktionen macht oder lieber mit seinen Kindern spielt, als seine Arbeit zu dokumentieren, dann möge er das doch bitte auch weiterhin tun.

Und wenn mehr Geld zusammen kommt, als die Aktivist*in zum Leben braucht?

Gleiche Antwort: Ihre Entscheidung, was sie mit dem Geld macht.

Gibt es Gebühren?

Nein. free an activist ist ein politisches Projekt und kein Geschäftsmodell.

Entsteht irgendeine Art von vertraglicher Bindung?

Nein. Du spendest einfach das, was Du willst und kannst jederzeit Deinen Dauerauftrag wieder ändern oder kündigen.

Würdet Ihr mich auch in Euer Programm aufnehmen?

Ja, vielleicht. Schreib uns einfach und dann schauen wir, ob es passt. Wir sind was das angeht in einer blöden Situation. Zum einen wollen wir nicht über das Leben anderer Leute entscheiden, auf der anderen Seite wollen wir in unserem Projekt aber auch nicht für Unterstützung von Aktivist*innen werben, die unserer Meinung nach Unsinn machen. Also einfach mal anschreiben.

Bildinformationen: Hintergrund: Wut auf der Straße.